Wie viele digitale Verlage hatte auch The Daily Beast Ende 2023 zu kämpfen. Facebook, lange Zeit ein Haupttreiber für Klicks auf die Publikation, hatte sich von den Nachrichten abgewandt. Der Search-Traffic war zunehmend unberechenbar geworden, da Google seinen Algorithmus anpasste, um eine Flut von KI-gestütztem Müll zu bekämpfen. Das kostenpflichtige Abonnementprogramm der Website war seit dem Ausscheiden von Donald Trump aus dem Amt geschrumpft.
Doch es gab eine neue Rettungsleine: Apple.
Ende letzten Jahres trat das digitale Nachrichten-Tabloid (wo ich von 2018 bis 2021 als Medienreporter arbeitete) dem Partnerschaftsprogramm von Apple, genannt Apple News+, bei. Das Programm stellte alle heißesten Exklusivmeldungen der Publikation zahlenden Apple-Abonnenten hinter Apples eigener Paywall zur Verfügung. Und die Auswirkungen für eine mittelgroße Nachrichtenseite waren sofort spürbar, was The Daily Beast auf Kurs brachte, in diesem Jahr allein durch Apple News zwischen 3 und 4 Millionen US-Dollar Umsatz zu erzielen — mehr als durch das eigene eigenständige Abonnementprogramm und ohne nennenswerte zusätzliche Kosten.
In der Analyse:
Doch die Partnerschaft wirft auch einige Fragen auf, die Publisher während der Hochphase der sozialen Medien vermieden haben. Sie motiviert Nutzer, Apple News+ anstatt direkt Publikationen zu abonnieren, was wahrscheinlich potenzielle Einnahmen kannibalisiert. Sie beeinflusst redaktionelle Entscheidungen, was bedeutet, dass Publisher ihre Content-Strategie erneut ändern, um eine Plattform zu besänftigen. Und natürlich könnte das Unternehmen eines Tages aufwachen und, wie Facebook, entscheiden, dass es nicht mehr wirklich im Nachrichtengeschäft tätig sein möchte, was Nachrichten-Publisher stranden ließe.
von Semafor, via John Gruber.
Ich glaube an diese „Rettungsleine“ nicht mehr, als ich daran glaube, dass Google Publisher mit seiner Google News Initiative „rettet“.
Die Zusammenarbeit mit einem Aggregator – jedem Aggregator – bedeutet den Verlust von direkten Kunden und, so glaube ich, letztendlich den Verlust von Geschäft – einfach weil der Publisher zu einem von vielen und leicht austauschbar wird.
Ein einzigartiges, intrinsisch wertvolles und nicht-modularisiertes Angebot zu haben (d.h. ein erkennbares, monolithisches Produkt anstelle von fragmentiertem, austauschbarem „Content“), ist der einzige Weg, Leser und Kunden zu binden und zu halten.
Das ist es, wofür COMYAN immer gestanden hat: die Technologie bereitzustellen, die es Publishern ermöglicht, dies zu tun, ohne selbst zum Mittelsmann zu werden und sie aus dem Geschäft zu drängen. COMYAN möchte, dass Publisher in ihrem eigenen Geschäft erfolgreich sind. Ihr Geschäft ist nicht unser Geschäft – denn, wie wir viele Male bewiesen haben, sind wir laserfokussiert auf unser eigenes Geschäft: Technologie.